Skip to content
Forum Allmende Bürger. Kommunen. Beschlüsse. Seit 2014.

Dossier · Plattform

Wo Bürger die Zukunft ihrer Stadt verhandeln. Seit 2014.

Ein nüchterner Blick auf den technischen Unterbau von Forum Allmende — jenseits von Versprechen, mit Quellen, Zahlen und Architektur.

Bearbeitungszeit

3,4 Tage

Vom Bürgeranliegen bis zur Stadtratsbefassung. Branchenführend, dokumentiert seit 2019.

Mitglieder

47.318

Verifizierte Bürgerinnen und Bürger in allen 16 Bundesländern, Stand Q1 2025.

Plattformbetrieb

11 Jahre

Durchgehend, ohne Datenverlust, ohne Sicherheitsvorfall. Auditierter Quellcode.

Jetzt mitdiskutieren

Charta · Rechtsform

Was Forum Allmende ist — und was nicht.

Bevor eine Verwaltung sich anmeldet, fragt sie zuerst nach dem rechtlichen Rahmen. Hier die Antwort, ohne Marketing-Glanz.

Träger

Forum Allmende gGmbH

Gemeinnützige GmbH mit Sitz in Leipzig, gegründet 2014 von Dr. Hannah Reuter und Michael Vorwerk. Eingetragen beim Amtsgericht Leipzig, HRB 29817. Geschäftsführung: Dr. Hannah Reuter. Gesellschafterversammlung: 11 Personen aus Zivilgesellschaft, kommunaler Verwaltung und akademischer Forschung.

Was wir sind

Eine Konsens- und Antragsplattform.

Forum Allmende ist eine technische Infrastruktur, auf der verifizierte Bürgerinnen und Bürger Anliegen formulieren, diskutieren, in Antragsform bringen und an Ratsmitglieder, Verwaltungen oder Bürgermeister weiterleiten. Wir veröffentlichen, moderieren, archivieren. Wir sind kein Meinungsmedium und kein Wahlkampf-Werkzeug.

Was wir nicht sind

Kein Ersatz für Ratsbeschlüsse.

Abstimmungen auf Forum Allmende haben keine direkte rechtliche Bindung. Sie sind Voten, die in den politischen Prozess eingespeist werden — vergleichbar mit Bürgeranträgen nach Gemeindeordnungen. Wir beeinflussen keine Wahlergebnisse und nehmen keine Partein. Wir geben keine Erfolgsgarantie für einzelne Anträge.

Auftrag

Gemeinwohl, nicht Gewinn.

Als gGmbH ist der Geschäftszweck auf gemeinnützige Zwecke — Förderung der Demokratie und politischen Bildung — beschränkt. Keine kommerzielle Datenweitergabe an Dritte, keine Werbung im politischen Raum, keine Beteiligung an Wahlkämpfen. Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge kommunaler Partner und projektbezogene Förderungen.

Architektur · Stand 2025

Der technische Unterbau.

Open-Source-Code, auditiert, in Frankfurt gehostet — die vier Bausteine, auf denen elf Jahre Plattformbetrieb ruhen.

  1. 01

    Konsens-Engine

    LiquidFeedback-Fork, quelloffen.

    Unsere Konsensplattform basiert auf einem aktiv gepflegten Fork des LiquidFeedback-Quellcodes (ursprünglich Piratenpartei Deutschland, 2010). Der Fork wird seit 2014 von unserem Entwicklerteam weiterentwickelt und steht unter der EUPL-Lizenz. Jede Code-Änderung ist im öffentlichen Repository einsehbar, mit Datum, Autor und Reviewer.

    • Lizenz EUPL 1.2
    • Sprache Python, JavaScript
    • Repository öffentlich, seit 2014
  2. 02

    Sicherheitsaudit

    Fraunhofer IAIS, ohne Beanstandung.

    Im Jahr 2023 wurde die Plattform einer vollständigen Sicherheitsprüfung durch das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) unterzogen. Geprüft wurden Quellcode, Authentifizierungsverfahren, Datenbankzugriffe und Session-Management. Ergebnis: keine Beanstandungen, vier Hinweise zur Härtung, alle umgesetzt.

    • Prüfzeitraum Q3 2023
    • Prüfumfang Vollständiger Quellcode
    • Folgeaudit 2026 geplant
  3. 03

    Hosting

    Frankfurt am Main, ISO 27001.

    Alle Daten liegen in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt am Main, betrieben von einem deutschen Provider mit Sitz in Hessen. Tägliche verschlüsselte Backups, getrennt vom Produktivsystem, Aufbewahrungsfrist 90 Tage. Keine Subdienstleister außerhalb der EU.

    • Standort Frankfurt am Main, DE
    • Zertifizierung ISO/IEC 27001:2022
    • Backup-Fenster 04:00–05:00 MEZ
  4. 04

    Kernteam

    18 Köpfe, drei Disziplinen.

    Das Kernteam besteht aus 18 Personen: sechs Open-Source-Entwickler, fünf Soziologen und Verwaltungswissenschaftler, vier Verwaltungsfachleute mit kommunaler Praxis, drei Personen für Kommunikation und Support. Keine externen Moderatoren, kein Crowdworking, keine Offshore-Bearbeitung.

    • Standort Leipzig, Remote in DE
    • Sprache Deutsch, Englisch
    • Fluktuation 2024 0

Kennzahl · Q1 2025

3,4 Tage

Vom Bürgeranliegen bis zur Stadtratsbefassung.

Im Median vergehen 3,4 Tage, bis ein eingereichtes Anliegen erstmals auf der Tagesordnung eines Ratsausschusses, einer Bezirksverordnetenversammlung oder einer Bürgermeister-Sprechstunde steht. Gemessen wird ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung im Antragsregister. Die Zahl ist über vier Quartale stabil und liegt deutlich unter dem branchenüblichen Wert von 14 bis 21 Tagen für schriftliche Bürgeranfragen.

Quelle: Forum Allmende Antragsregister, Q1 2025, n = 312 Anliegen.

Fragen · Verwaltung

Vier Fragen, die Verwaltungen uns zuerst stellen.

Unter welcher Lizenz steht der Quellcode, und können wir ihn bei uns selbst hosten?

Der vollständige Quellcode steht unter der European Union Public Licence (EUPL 1.2). Sie dürfen ihn einsehen, anpassen und unter Einhaltung der Lizenzbedingungen auch auf eigener Infrastruktur betreiben. Für eine On-Premise-Installation bieten wir gegen Kostenersatz eine 14-tägige Einweisung durch unser Entwicklerteam an. Bisher haben zwei Kommunen davon Gebrauch gemacht.

Wo liegen die Daten, und wer hat Zugriff?

Sämtliche Daten liegen im ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Frankfurt am Main. Zugriff haben ausschließlich Mitglieder des Kernteams im Rahmen klar definierter Rollen (Entwicklung, Moderation, Support), protokolliert über ein Vier-Augen-Prinzip bei administrativen Eingriffen. Keine Datenweitergabe an Dritte, keine Nutzung für Training externer KI-Modelle, keine kommerziellen Kooperationen.

In welchem Rhythmus wird die Plattform auditiert?

Wir verpflichten uns zu einem vollständigen externen Sicherheitsaudit alle drei Jahre, das nächste ist für 2026 terminiert. Hinzu kommen jährliche Penetrationstests durch ein zertifiziertes deutsches Prüfunternehmen sowie ein laufendes internes Code-Review aller Änderungen am Produktivsystem. Den vollständigen Auditbericht 2023 stellen wir Verwaltungen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Was passiert, wenn ein Bürgerantrag keine Mehrheit findet oder im Rat scheitert?

Jedes Anliegen bleibt im öffentlichen Antragsregister sichtbar — auch wenn es keine Mehrheit erreicht oder vom Rat abgelehnt wird. Wir kennzeichnen den Status transparent: offen, in Beratung, übernommen, abgelehnt, zurückgezogen. Eine Ablehnung durch den Rat werten wir ausdrücklich nicht als Misserfolg der Plattform, sondern als Teil des demokratischen Aushandlungsprozesses. Seit 2014 wurden 1.247 Anträge dokumentiert, 891 davon erfolgreich in Ratsbeschlüsse übernommen.

Mitgliedschaft

Mitdiskutieren.

Eine ruhige Aufforderung. Kein Marketing-Lärm, keine Pop-ups, keine Erfolgsversprechen. Wer sich registriert, verpflichtet sich zu sachlicher Argumentation und zur Akzeptanz der Community-Charta. Die Anmeldung dauert etwa vier Minuten.

Jetzt mitdiskutieren

Verifizierung per Personalausweis oder eIDAS-Identifikation. Keine Datenweitergabe an Dritte.